Tomaten müssen nicht rot sein!

Tomatenmarmelade

Bei meine Veredelungsversuchen habe ich versehentlich eine Sungold F1 veredelt. Eigentlich wollte ich die Sungella auf einen Kopfsteckling der Vigomax Unterlage veredeln, aber ich habe vor ein paar Jahren beim Saatguttausch Sungold und Sungella in die falschen Tütchen zurückgefüllt. Und seitdem verwechsele ich die jedes Jahr. In diesem Jahr hatte ich natürlich vergessen, dass ich im letzten Jahr die Sorten in die richtigen Tütchen gepackt hatte und habe vorsichtshalber wieder getauscht ... mit dem Ergebnis, dass wieder alles falsch war. Im nächsten Jahr weiß ich es aber ganz sicher :-)
Also, ich habe eine heißgeliebte Sungold verschnibbelt, für ein Experiment mit einem Kopfsteckling mißbraucht und den kläglichen Rest der Pflanze lieblos am Rand des Hügelbeets gesetzt.
Allerdings hat sie es mir nicht übel genommen, sondern profitiert ausgesprochen gut von der Unterlage. In diesem Bild ist eine Ernte von über einem Kilogramm (nach Abzug der Schüssel) zu sehen. Das war natürlich nicht die einzige Ernte und auch jetzt hängt die Pflanze wieder ziemlich voll. Ich habe natürlich noch nie gewogen, aber ich glaube kaum, dass ich von einer meiner anderen Cherrytomaten in der ganzen Saison über ein Kilo ernten konnte.

Also, das Experiment ist voll geglückt und im nächsten Jahr werde ich wieder eine Sungold veredeln.
Für die Verarbeitung meiner Sungold Ernte habe ich mir was neues einfallen lassen: ich habe Tomatenmarmelade daraus gekocht.

Das Rezept ist recht einfach - die Tomaten werden gekocht, durchpassiert, der Saft wird mit Gelierzucker vermischt (in meinem Fall 1 Pfund 1:2 Gelierzucker), den Saft einer Zitrone hinzugeben und 4 Minuten sprudelnd kochen, danach heiß in saubere Gläser abfüllen und diese verschließen.
Ich bin selbst schon gespannt darauf, wie die Marmelade schmeckt und überlege schon, wen ich damit überraschen kann.
Kommentieren
posted 15/09/09 by Susanne

Paul Robeson (Stabtomate)

Diese Paul Robeson habe ich zwar im letzten Jahr angebaut, aber noch nicht dokumentiert und in der Sortenliste abgelegt. Aber jetzt paßt das wohl ganz gut.
Diese ovale Paul Robeson ist die am weitesten verbreitete Tomate dieses Namens, so wie man sie z.B. beim privaten Samenarchiv von Gerhard Bohl beziehen kann.

Die Paul Robsen ist eine rot-braune Stabtomate, die von oben her dunkelgrün geflammt ist. bei mir erreichte sie ein Gewicht von durchschnittlich. 100 Gramm, es waren auch Exemplare mit 120 Gramm dabei. Damit war sie etwas schwerer als die Black Ethiopian, die ihr zum verwechseln ähnlich sieht, aber 2008 bei mir nur ein Gewicht von ca. 60 Gramm erreicht hat.

Die Paul Robeson (Stabtomate) ist zweikammrig und schmeckt sehr aromatisch, durchaus empfehlenswert.
Kommentieren
posted 13/09/09 by Susanne

Paul Robeson (Fleischtomate)

Im letzten Jahr hatte ich eine Paul Robeson - Tomate, wie sie z.B. im Gartentagebuch von Helmut Pummer oder auch im Sorten Handbuch des Privaten Samenarchivs von Herrn Gerhard Bohl beschrieben ist. Eine ovale, braunrote Stabtomate mit 2 Fruchtkammern. Sie ähnelt sehr der Black Ethiopian, die ich auch schon mehrmals angebaut habe. Einen Vergleich der beiden Sorten habe ich im letzten Jahr ebenfalls hier schon mal versucht.
Bei meiner Recherche zu dieser Sorte bin ich auf dieses Video von Gary Ibsen von Tomatofest.com gestoßen.

Er hält eindeutig eine flache, dunkle Fleischtomate in die Kamera, schwärmt von ihr und erwähnt, dass diese Tomate mehrmals bei der Verkostung beim Tomatofest, einer Veranstaltung mit mehr als 3000 Besuchern, Platz eins erreicht hat. Also diese Paul Robeson ist eindeutig eine andere, als die ovale, die ich im Anbau hatte. Meine Freude war riesig, als mir Henry von Tomatl.net einige Körnchen der amerikanischen Paul Robeson angeboten hat.

Diese Paul Robeson ist eine dunkelrote Fleischtomate mit einem Durchmesser von 8-9 cm, eher flach und einem Gewicht von 150 - 350 Gramm, vorwiegend etwa 250 Gramm

Innen ist die Paul Robeson (Fleischtomate) intensiv rot geflammt (was leider im Bild nicht so recht rauskommt). Ich kann Gary Ibsen und den Besuchern des Carmel Tomatofests absolut zustimmen - diese Tomate ist super, absolut mein Geschmack, der Ertrag ist auch sehr gut und zusammen mit der Schlesischen Himbeere und der Oaxacan Juwel auch recht früh reif. Eindeutig empfehlenswert.
Kommentieren
posted 3/09/09 by Susanne

Copia - Grün

Nachdem ich es noch immer nicht geschafft habe, alle Sorten aus 2008 in meine Sortenliste einzutragen, muß ich aufpassen, dass mir das in diesem Jahr nicht auch passiert.
Fangen wir doch mal mit der Grünen Copia an.

Eine schöne, gestreifte Tomate mit einem Durchmesser von 8-10 cm, eher flach und einem Gewicht von 300 - 350 Gramm.

Die reife Copia - Green bleibt recht dunkel, lediglich die Streifen verfärben sich gelb und von der Spitze her leicht rosa. Doch die wahre Schönheit der Copia Green zeigt sich erst, wenn man sie aufschneidet.
Innen ist sie herrlich rosa marmoriert. Eine tolle Sorte, denn auch der Geschmack ist wirklich gut.
Kommentieren
posted 2/09/09 by Susanne

««««« August